
Die Echtzeit-Analysetechnik ist herkömmlicher Laboranalytik klar überlegen. Die kontinuierliche Analyse sämtlicher Stoffströme ermöglicht eine lückenlose Dokumentation von Prozesszustand und Substratqualität. Die gleichzeitige Messung an mehreren Messpunkten zusammen mit der Verfügbarkeit der Analyseergebnisse in Echtzeit ermöglicht die effektive Ausnutzung der Biomasse sowie den sicheren Betrieb der Anlage zu jedem Zeitpunkt. Zu welchen wirtschaftlichen Vorteilen das führt, zeigen drei typische Beispiele aus dem Betrieb einer Biogasanlage mit 500kW Leistung:

Trockenmassegehalt der Silage
Innerhalb eines Silos schwankt der Trockenmassegehalt typischerweise um bis zu 10%. Diese Schwankung hat erheblichen Einfluss auf die tägliche Gasausbeute, kann aber von konventioneller Laboranalyse nicht erfasst werden. Mit TENIRS kann der Trockenmassegehalt der Silage kontinuierlich gemessen werden und zur Steuerung der Anlage verwendet werden, um eine gleichmäßige Gasausbeute und einen konstanten Ausfaulungsgrad zu erreichen. Der wirtschaftliche Nutzen dieser Optimierung liegt bei ca. 30.000,- € jährlich.

Restgaspotenzial
Eine herkömmlich betriebene Anlage erreicht mit einem Restgasanteil von 5-10% bereits einen sehr guten Wert. Um die technisch machbaren 3% Restgasanteil zu erreichen, ist eine kontinuierliche Überwachung und Steuerung der Anlage notwendig. TENIRS misst hierzu den Trockensubstanz-Gehalt in Fermenter oder Nachgärer, die direkt mit dem Ausfaulungsgrad zusammenhängen. Bereits die Reduktion der Restgasanteils um 1% bedeutet eine Einsparung von ca. 15.000,- € im Jahr. Zusätzlich wird durch diese Überwachung das Prozessrisiko minimiert.

Anlagenstillstand
Einzelne Stoffwechselprodukte im Biogasprozess können hemmend auf den Prozess wirken, und auch die Gasproduktion zum Erliegen bringen. Der dadurch verursachte Anlagenstillstand bedeutet einen mehrwöchigen Produktionsausfall und den Verlust von ca. 70.000,- € Ertrag in einer 500kW Anlage. Mit der Überwachung der organischen Säuren liefert TENIRS die notwendige Messgröße zur Vermeidung dieses Risikos.