
Kehrrichtheizkraftwerk Hagenholz
Das Kehrichtheizkraftwerk von ERZ Entsorgung + Recycling Zürich ist auf die Verwertung von Hausmüll und die daraus folgende Gewinnung von Wärme und Strom spezialisiert. Es ist seit 1969 in Betrieb und durchläuft seit 2003 eine umfassende Erneuerung. Ein Teilprojekt davon war die Erweiterung des Kehrichtbunkers, in dem die Abfälle bis zur Verwertung zwischengelagert werden, und die entsprechende Modernisierung der Brandschutzeinrichtungen im Kehrichtbunker. Eine Anforderung war es, alle Brandschutzsysteme auf einem Steuersystem zu visualisieren, zu bedienen und zu überwachen. Ziel war es zusätzlich, mit einer koordinierten Brandschutz-Anlage auch Kosten zu sparen: Weil Brände früher erkannt werden, richten sie weniger Schaden an. Außerdem muss die Feuerwehr weniger häufig ausrücken. In diesem Rahmen hat m-u-t die Anlage 2006 mit einer neuen LWIR-Brandfrüherkennungsanlage ARTUS ausgerüstet. Der erweiterte Bunker hat mit 100m Länge, 18m Breite und 32m Höhe die Abmessungen eines 10 stöckigen Wohnblocks. Zur Erfassung des großen, langgestreckten Überwachungsraumes wurde hier die Kopplung von vier autarken ARTUS Wärmebildkamerasystemen realisiert. Auf einem individuell gestaltbaren Informationsmonitor und dem zentralen Großbildleitstand kommen alle relevanten Daten und Alarmierungen zusammen.
Recyclinghof Hamburg
Der bundesweit agierende Entsorgungsdienstleister Otto Dörner betreibt im Hamburg eine Recyclinganlage für Bau- und Industrieabfälle. Um die Anlieferungen zu recyceln, müssen die Wertstoffe sortenrein getrennt werden. In einem ersten Schritt werden dazu die Anlieferungen zerkleinert. Bei diesem Prozess entstehen, insbesondere beim Zerschlagen von Metallen, Funkenflug und heiße Splitter. Es besteht eine Gefahr der Verschleppung eines Brandherdes, also das Eintragen von heißen Objekten in den weiteren Verarbeitungs- und Sortierprozess. Ein LWIR-Thermographie-System ARTUS von m-u-t überwacht das Förderband und löst bei kleineren Temperaturerhöhungen eine Wasserkühlung aus. Bei höheren Temperaturen wird das Förderband angehalten um die Stoffe kühlen zu können. So wird der Gefahr einer Brandnestverschleppung begegnet. Durch die frühzeitigen und mehrstufigen Maßnahmen wird der Brandschutz hier mit äußerst geringem Einfluss auf den laufenden Betreib der Anlage gewährleistet. Die Gefahren für Mensch und Umwelt werden dabei genauso verringert wie die Sortieranlage geschützt wird.
Die Ausrüstung mit der ARTUS-Kamera ist daher sowohl ein ökologischer Gewinn als auch eine ökonomisch rentable Investition.