
Primäres Ziel jeder Brandüberwachung ist es, die Folgeschäden eines Brandes zu vermindern und insbesondere Leben und unwiederbringliche Güter (Kunstgegenstände, Unternehmensdaten, etc.) zu schützen. Dabei ist neben effektiver Brandbekämpfung und baulichen Präventivmaßnahmen die Zeit ein entscheidender Faktor, denn die Schäden und das Gefährdungspotenzial von Bränden steigen mit der Branddauer überproportional an.
Die Abbildung von Oberflächentemperaturen mit Hilfe langwelliger Infrarotstrahlung (LWIR-Thermographie) ermöglicht es, mit der Temperatur den entscheidenen Faktor zur Brandentstehung ständig zu kontrollieren und so bereits vor der Enstehung eines Brandes kritische Zustände zu erfassen und zu alarmieren.

Branddetektion: Hoher Schaden
Ist es erst einmal zu einem Brand mit offenen Flammen gekommen, ist das betroffene Gut in der Regel zerstört und Menschenleben können akut gefährdet sein. Gleichzeitig steigt durch die starke Hitzeentwicklung die Gefahr, dass sich das Feuer unkontrolliert ausbreitet. In dieser Phase wird mit massiven Brandbekämpfungsmaßnahmen gearbeitet. Selbst wenn eine Ausbreitung der Flammen verhindert werden kann, entsteht enormer Schaden durch die Löscharbeiten. Die Branddetektion in dieser Brandphase ist mit sehr einfachen Mitteln kostengünstig möglich und zielt in erster Linie auf die Reduzierung von Gefahren für Leib und Leben ab.

Brandfrüherkennung: Geringer Schaden
Bei der Brandfrüherkennung wird versucht, bereits in einem sehr frühen Stadium der Brandentstehung zu alarmieren. Hierbei ist das Ziel, den entstehenden Brand erfolgreich einzudämmen, bevor offene Flammen den Schaden massiv erhöhen, und ein Übergreifen des Brandes auf die Umgebung zu vermeiden. Die Brandfrüherkennung ist geeignet Schäden zu reduzieren und Gefährdungen weitgehend auszuschließen. Aber sie erkennt nur bereits entstandene Brände und kann die folgenden Ausfallzeiten zur Schadensbeseitigung nicht verhindern.

Brandvermeidung: kein oder kaum Schaden
Die Brandvermeidung zielt darauf ab, mögliche Brände vor deren Zündung zu erkennen und somit zu vermeiden. Im Gegensatz zu Branddetektion und - Früherkennung, egal in welchem Stadium eines Brandes, können hier Schäden, Gefahren und nachfolgende Instandsetzung fast vollständig vermieden werden. Die Abwehrmaßnahmen in der Brandvermeidung bestehen aus korrigierenden Eingriffen in die laufenden Prozesse (Entlastung überhitzter Bereiche oder Maschinen, Entfernen von Glutnestern aus Sammelanlagen oder von Laufbändern, etc.) aber auch im präventiven Austausch von potenziellen Brandverursachern, um Ausfallzeiten zu minimieren.